
In den kommenden Wochen erzähle ich Euch mehr über den Weg des Yoga nach dem «achtfachen Pfad nach Patanjali“. Es handelt sich dabei um leitfadenartig kompilierte Texte, deren Entstehung zurück bis 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung geht. Diese sogenannten Sutras (Verse) gelten im Yoga gemeinhin als roter Faden, wie sich der Weg des Yoga gehen und entwickeln lässt und sind im sogenannten „Yoga-Sutra“ zusammengefasst. Das Yoga-Sutra umfasst 195 Verse, welche in vier Kapiteln vereint werden. Die „acht Glieder des Yoga“, auch die „acht Stufen“ genannt, werden nicht nacheinander, sondern parallel zu- und miteinander entwickelt.
Die acht Glieder sind:
- Yamas – Ethische Empfehlungen zum Umgang mit der Umwelt und Mitmenschen
1.1. Ahimsa
1.2. Satya
1.3. Asteya
1.4. Brahmacharya
1.5. Aparigraha - Nyamas – Empfehlungen zur persönlichen Lebensführung
- Asana – Körperliche Yoga-Praxis
- Pranayama – Kontrolle über den eigenen Atem
- Pratyahara – Rückzug der Sinne bspw. Yoga Nidra
- Dharana – Konzentration
- Dhyana – Meditation
- Samadi – Versenkung, Sammlung, Eins-sein, Frei-sein, Erleuchtung
Manche beschreiben den Weg des Yoga auch als „Ashtanga Yoga“. „Asht“ bedeutet „Acht“ – „anga“ sind“ Glieder“. Zu diesen Ashtanga Yogawegen gehört auch das Raja-Yoga und das Hatha-Yoga, welches sich auf die Schriften der Hatha Yoga Pradipika bezieht, wo die acht Stufen dieselben sind. Auch das Kundalini-Yoga beschreibt teilweise diese acht Stufen.
„Wenn unser Geist mit dem in uns, was erkennt, vollständig identisch ist, herrscht Freiheit.“
Yoga-Sutra 3.55
Fazit:
Wer eine yogische Lebensweise anstrebt, für den bieten diese acht Aspekte einen unterstützenden Leitfaden. Die Umsetzung des „achtfachen Pfades nach Patanjali“ ermöglicht es Yoga in sein eigenes Leben zu integrieren und zu vertiefen. Bei allen acht Gliedern handelt es sich um Empfehlungen, welche als Weg gelten und bei welchen es sich nicht um einen strikten Zwang handeln soll. Jeder ist aufgefordert nach seinen Möglichkeiten Yoga in sein Leben zu integrieren und keinesfalls blind einem rigiden System mit starren Regeln zu folgen. Übertreibungen und Fehlinterpretationen sollen unbedingt vermieden werden. Auch können sich die Aspekte in den unterschiedlichen Lebensphasen oder sogar Jahreszeiten verändern – so fordere ich Dich auf mit Yoga flexibel zu bleiben: körperlich und geistig.
Bist Du interessiert an wöchentlichen Yoga-Lektionen, melde Dich bei mir: namaste@ursina-yoga.ch oder 079 675 75 68
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